YOGA-ANATOMIE

Die Yogaübungen - Asanas genannt - haben ein grosses Repertoire an:

  • Bewegungen und Gegenbewegungen

  • Drehungen und Seitneigungen

  • Vorbeugen und Rückbeugen

  • Umkehr und Halteübungen

Welche die Muskeln, Bänder und Sehnen kräftigen und dehnen, die Beweglichkeit und Flexibilität steigern, die inneren Organe massieren, Energiekanäle öffnen, die Faszien und Lymphe entschlacken sowie die Konzentration steigern und den Geist entschleunigen.

  • Yoga wirkt auf allen Ebene

  • Yoga verbessert den Schlaf

  • Yoga schafft klare Gedanken

  • Yoga steigert die Kraft

  • Yoga gibt mehr Energie

  • Yoga verbessert die Atmung

Dies wird zu allererst am physischen Körper spürbar - an der äusseren Form des Körpers welche wir sehen und anfassen können, wir die Energie und die Atmung spüren können.
Zum besseren Verstehen des Wieso und Warum und zur besseren Ausführung der Yogaübungen und Verständnis ihrer Wirkung ist es sinnvoll ein wenig Anatomisches Basiswissen zu besitzen um Yoga noch besser wahrzunehmen.
Daher werden die wichtigsten Infos zum Skelettsystem, Muskelgruppen und Gelenke zusammen gefasst in kurzen Einheiten geschildert, mit Fotos und dieses dann auch an den Yogagrundhaltungen beschrieben was passiert in den Yogahaltungen, welche Muskeln arbeiten, wie strömt die Atmung.

  • 10/08/2018 0 Kommentare
    Gesunde Knie ! Yoga kann helfen !

    Unsere Knie tragen uns auf allen Wegen ganz selbstverständlich und wie jeder fast mittlerweile weiß, ist das Kniegelenk ein sensibler Bereich des menschlichen Körper. Knieschmerzgeplagte wissen ganz genau was mit sensibel gemeint ist. Unsere Kniegelenke müssen täglich enormen Anforderungen schon alleine im alltäglichen Leben genügen und im Sport noch umso mehr! Könnte man jetzt doch glatt denken, wenig Beanspruchung gleich gesunde Knie ! Nein diese Gleichung geht NICHT auf. Regelmässige, ausgeglichene, vielfältige und korrekte Bewegung ist absolut notwendig für gesunde und starke Knie. 


    Das Knie ist das grösste Gelenk im menschlichen Verbund. Im Kniegelenk (articulatio genus) verbindet sich der Oberschenkelknochen (Femur) mit der Kniescheibe (Patella) und dem Schienbein (Tibia). Diese Verbindung in Kombination mit Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder konstruieren das Kniegelenk zu einem Dreh-Scharnier-Gelenk. Somit besteht unser Kniegelenk aus zwei Einzelgelenken und zwar dem Kniescheibengelenk und dem Kniekehlgelenk. Erst dieser Tatbestand macht es möglich, das wir unser Knie wie selbstverständlich beugen und strecken können. Die Kniescheibe gleitet dabei in einer speziellen Rinne zum Oberschenkelknochen. Die stabile Sicherung wie auch die grosse Beweglichkeit des Kniegelenk wird durch verschiedene Bänder (Ligamente) erreicht wie auch durch eine ausgeklügelte Sehnenstruktur.

    Eine sehr bekannte Struktur im Kniegelenk sind die Kreuzbänder (Ligamenta cruciata genus), bekannt durch den berühmt berüchtigten Kreuzbandriss. Diese so wichtigen Kreuzbänder verlaufen im Inneren des Kniegelenks zwischen den Enden des Oberschenkelknochen. Sie verlaufen gegenläufig schräg zueinander, also über Kreuz, bestehend aus einem vorderen und hinteren Kreuzband. Diese Kreuzbänder sind immer straff gespannt um das Kniegelenk in der Bewegung zu stabilisieren.

    Das Knie wird weiterhin durch zwei Seitenbänder an der Innen- und Aussenseite des Knies gesichert. Auch die Kniescheibe selbst ist mit zwei Bändern verbunden. Zum einen durch die Quadrizepssehne oberhalb der Kniescheibe und das Kniescheibenband unterhalb der Kniescheibe für eine stabile und bewegliche Kniescheibe.

    Durch die Knie-Gelenkkapsel (Capsula articularis genu) werden alle Gelenksflächen umhüllt. Sie besteht aus einer stabileren äusseren Faserschicht (Membrana fibiosa) und der Gelenksinnenhaut (Membrana synovialis). Die äußere Schicht sitz fest an der Gelenkrückseite und hat viele Empfangsstellen (Rezeptoren) des Nervensystems, was dem Gehirn ermöglicht, jederzeit die genaue Stellung und Lage des Kniegelenks zu erfassen und die Zusammenarbeit mit gesamten Beinmuskulatur zu lenken. 


    Die Gelenksinnenhaut produziert die so wichtige Gelenkflüssigkeit (Synovia) und stellt damit die Ernährung der Knorpelschicht des Knies sicher und kann durch ihre Anpassungsfähigkeit in der Bewegung diese Flüssigkeit gleichmässig und optimal im Gelenk verteilen.

    Die bereits  oben erwähnte Knorpelschicht ist der natürliche Stoßdämpfer des Kniegelenks und verhindert das Knochen an Knochen reibt, heisst die Knorpelschicht ist überall dort zu finden, wo knöcherne Kontaktstellen vorhanden sind. Das besondere dieser Knorpelschicht ist die enorme Druckelastizität und Formbarkeit. Bei Druckaufbau verformt sie sich anpassend und kehrt in ihre Ursprungsform zurück wenn der Druck sich wieder abbaut. Die dafür notwendigen Nährstoffe nimmt die Knorpelschicht durch die Gelenkflüssigkeit auf um damit das Gelenk zu schmieren, da sie durch die hohe Druckabsorption keine Blutgefässe besitzt. Um immer ausreichend und gleichmässig Gelenkflüssigkeit zu produzieren und somit das Gelenk optimal zu versorgen und zu pflegen, ist Bewegung die oberste Priorität, denn mit jeder Beugung und Streckung wird die Knorpelschicht wie ein Schwamm gepresst und dadurch die Aufnahme der Nahrung der Gelenkflüssigkeit optimal gewährleistet.


    Das Knie noch zwei weitere Stoßdämpfer im Gepäck, die Menisken. Sie bilden sich aus Bindegewebe und elastischem Knorpel und agieren als Zwischengelenkscheiben und folgen der Kniegelenks-Bewegung. Die beiden Menisken (Innen - und Aussenminiskus) ähneln in ihrer halbrunden Form dem Mond, daher auch ihre Bezeichnung. Sie liegen zwischen dem gerundeten Ende des Femur und dem mehr flachen ausgeprägten Kopf des Tibia und gleichen somit die Formdifferenz zwischen diesen beiden Knochen aus und vergrössern zudem die Gelenksfläche des Knie und ermöglichen dadurch eine optimale Druckverteilung auf das Gelenk und wirken daher wie ein Stoßdämpfer. Denn schon beim einfachen Gehen wirkt das 3,5 fache des eigenen Körpergewichts auf das Knie des auftretenden Beins, beim stolpern so gar das 8-fache. Daher ist zuviel Gewicht besonders Übergewicht und auch ein zuviel an Druck auf das Kniegelenk aber auch auf alle anderen Gelenke wie auch Überbelastung und falsche Belastung, und Verdrehungen, ruckartige schnelle Bewegungen absolut ungut. Oftmals hört man von einer Meniskusverletzung dem sogenannten Meniskusriss, hauptsächlich vom inneren. Dieser ist nicht so beweglich wie der äussere, da er mittig sitzend mit dem Innenband under der Gelenkkapsel verwachsen ist.

    Zu guter letzt sind die Schleimbeutel noch zusätzliche Gelenkschützer nicht nur im Kniegelenk. Sie fungieren ebenfalls als Druckabsorber und haben die Form eines mit Gelenkflüssigkeit gefülltes Kissen. So befinden sich Schleimbeutel vor, hinter und über der Kniescheibe, wie auch an der Vorder- und Rückseite. Einseitige oder zu schnelle und ruckartige Bewegung können zu einer Entzündung dieser Schleimbeutel führen (Bursitis).

    Kniebeschwerden nehmen mehr und mehr zu, meist durch Bewegungsmangel, ein Zuviel an Körpergewicht, Überbelastung, falsche Bewegungsmuster, Unfälle, Fehlstellung der Füsse, Knorbelschädigung und einiges mehr. Damit die Knie dauerhaft gesund bleiben ist Vorbeugen (Prävention) die beste Medizin. Ist der Schmerz erst da, hilft erstmal nur der Gang zum Doc zum Ergründen der Ursache, dann entsprechenden Therapiemaßnahmen konservativ oder operativ mit anschliessendem Wiederaufbauprogramm. Ist all dies gesehen und positiv verlaufen gilt es dieses zu konservieren durch korrekte und ausreichende Bewegung und auch durch gesunde Ernährung.

    Um das Knie bei seiner Tätigkeit zu unterstützen ist ebenfalls sinnvoll auch die anderen Körperbereich zu trainieren. Der Körper ist eine Einheit und das Kniegelenk ein Teil davon. Wie kann Yoga hier unterstützen? Eine Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur z.b. durch Standhaltung schützen das Knie effektiv vor Verletzungen. Das gleiche bewirken geöffnete und bewegliche Hüftgelenke, die eine grosse Bewegungsamplitude haben und das Knie auch in anspruchsvollen Positionen effektiv schützen. Auch eine gute Ausrichtung des gesamten Körpers, gleichmässig Belastung beider Beine und Füsse, ein ausgebildetes Fußgewölbe, was im Yoga explizit gelehrt wird, wirken entlastend auf die Gelenke. Yoga schult die Körperwahrnehmung. Ein gut ausgebildeter Yogateacher mit mind. 2 Jähriger Ausbildung und mind 500 Unterrichtsstunden ist in der Lage jede Yogahaltung individuell an den Übenden durch den Einsatz von Hilfsmittel zu adaptieren, um so das ideale Alignment in jeder Haltung zu erlangen und somit die Gelenke zu entlasten. Bedeutet den Übenden ideal in die Stellung zu bringen und besonders die Gelenknahe Muskulatur, Sehnen-, Bänder- und Faszienstrukturen zu kräftigen, festigen und zu dehnen, die Beweglichkeit und Flexibilität merklich zu verbessern. Ferner grundlegende anatomische Begebenheiten zu vermitteln und zu lehren. Yoga lehrt auch sich zurück zunehmen sich nicht stets und ständig im Wettbewerb zu sehen sondern sich im eigenen Modi zu bewegen und zu agieren. Als dies wirkt sich positiv auf die alltägliche Bewegung wie auch auch die Bewegung in anderen Sportarten aus, die selbstredend neben der Yogapraxis ausgeübt werden können. Eine regelmmässige Yogapraxis wirkt heilend auf Körper und Geist. 


    Zur Übung Upavistha Konasana hier



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  • 27/05/2018 0 Kommentare
    DIE ATMUNG


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  • 02/03/2018 0 Kommentare
    DER PSOAS

    DER PSOAS 


    ist ein Muskel, welcher für unser körperliches Wohlbefinden sehr wohl wichtig ist! Daher ist es mehr als sinnvoll ihn zu pflegen, heisst zu kräftigen und zu dehnen. 

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  • 09/10/2017 0 Kommentare
    DIE SCHULTER

    Das Gelenk der Schulter ist auf maximale Bewegung ausgelegt wie kaum ein anderes Gelenk in unserem Körper. Es gewährt dem Arm fast uneingeschränkten Spielraum in alle Richtungen. Das Schultergelenk wird fast ausschließlich durch Muskeln stabilisiert wodurch eine Anfälligkeit für zahlreiche Beschwerden gegeben ist. Besonders einseitige Bewegungen und Fehlhaltungen bringen die Schulter schnell in eine ungesunde Position und bei Stürzen schnell zu Brüchen und Verrenkungen da sie ungeschützt an der Körperaußenseite liegt. Da die Schulter losgelöst vom restlichen Skelett alleine arbeitet ist es wichtig das die Schultermuskulatur gesund, kräftig und geschmeidig bleibt um die volle Range der Beweglichkeit bis ins hohe Alter beizubehalten.

    Es ist uns gar nicht so exakt bewußt wieviel Freiraum uns das Schultergelenk gewährt. Wir erreichen mit den Fingern fast jeden Punkt auf dem Rücken, können über Kopf greifen oder mit den Armen so weit ausholen um etwas ganz weit zu werfen oder einen Schläger kraftvoll zu bewegen (z.B. Tennis, Golf, Volleyball etc.) Verantwortlich für diesen Freiraum bringt die Leichtbauweise der Schulter, da der Gelenkkopf am Oberarmknochen sich nur in einer kleinen Mulde seitlich am Schulterblatt bewegt, wo wenig Halt vorhanden ist.

    Das Schulterblatt, ein grosser flächiger und breiter Knochen der die Pfanne trägt, hat keinen Kontakt zur Wirbelsäule. Es befindet sich am hinteren oberen Teil der Rippenböden und liegt nur lose auf, getrennt durch eine Schicht aus Muskulatur und lockerem Bindegewebe, auf welcher das Schulterblatt mit seiner muskelbesetzten Innenseite seiner leicht gewölbten Dreiecksform über die Rückseite des Brustkorbs gleitet sobald sich der Arm bewegt und sich auch drehen kann um die Stellung die Gelenkpfanne auf den Bewegungsablauf des Armes einzustellen. Eine Verbindung durch feste und straffe Bänder gibt es nicht.

    Zur Schulter gehören noch das Schulterdach, das Schultereckgelenk, das Schlüsselbein, der Schultergürtel. Das ganze Konstrukt wird ausschliesslich von Muskeln und Sehen zusammengehalten. Die Stabilitätssicherung der Schulter kommt dabei vor allem von vier Muskel, für das Abspreizen und Heranziehen des Arm und seiner Drehung nach innen und aussen. Besonders tragend ist die Supraspinatussehne welche in einem kleinen Raum zwischen Oberarmkopf und Schulterdach verläuft, auf einen Schleimbeutel gepufftert zur Vermeidung von Reibung und als Verschiebeschicht. Eine weitere wichtige muskuläre Aufgabe hat die Rotatorenmanschette die wie der Name schon sagt, für die Drehung und Abspreizen des Armes zuständig ist und auch für die Stabilität wie auch noch eine Vielzahl anderer Muskel und Sehnen.

    Somit ist ganz offenkundig das eine gesunde Schulter direkt vom Zustand der sie umgebenden Muskulatur und Sehnen abhängig ist. Je kräftiger und ausgeglichener diese ist umso weniger Beschwerden treten auf. Daher ist ein ausgewogenes regelmässiges Training mehr als sinnvoll für eine flexible und bewegliche Schulter bis ins hohe Alter und eine einseitige Belastung so gut wie möglich vermieden werden sollte um eine Erkrankung / Einschränkung der Schulter wie z.B. - Impingement Syndrom, Kalkschuler, Frozen Shoulder, Arthrose, .....präventiv zu vermeiden.

    Was tut der Schulter denn dann gut?

    Bewegung, Muskelaufbau, Beweglichkeit und Flexibilität durch ein moderates, gleichmässige Bewegung wie z.B. sanfte Gymnastikformen, Walking aus Nordic, Joggen, Tai Chi und YOGA.

    Bei bereits vorhanden Beschwerden helfen Phyisiotherapeutische Übungen, sanfte Wassergymnastik, Bewegung mit wenig Belastung um das Gelenk wieder zu kräftigen und zu mobilisieren, vorausgesetzt das keine akute Entzündung mehr gegeben ist.

    Weitere Infos hier:

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  • 18/07/2017 0 Kommentare
    DER MENSCHLICHE SKELETTAUFBAU

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