YOGA UND ATMUNG = PRANAYAMA TEIL 2

UJJAYI  = Siegreiche Atmung 

Yoga als Möglichkeit, ins eigene Innere zu schauen, oder, mit anderen Worten, die innere Reise antreten, um das Selbst zu befreien.

Große Worte, erstrebenswerter Zustand. Aber ist dieser Weg inmitten der Alltagshektik und der vielfältigen Tätigkeiten und Verbindlichkeiten, seien sie nun privater oder beruflicher Natur, überhaupt gangbar? Und was genau ist mit der Selbstbefreiung eigentlich gemeint? Oftmals wird diese Aussage verbunden mit der Idee der Abkehr und dem sich Zurückziehen aus der Welt. Der yogische Gedanke ist jedoch positiv besetzt und bezieht sich auf das Ich in der Welt.
Die Praxis der Yoga Asanas gibt uns Kraft und Energie, auf vielfältige Art und Weise stärke ich mein Skelett, meine Muskeln und auch das Immunsystem. Mein Körper wird unterstützt in seiner Beweglichkeit, die Haut und die Körperform, die Faszien sowie die inneren Organe werden sanft beeinflusst und positiv verändert. Gezielt eingesetzt kann das Üben der Stellungen sich lindernd auf körperliche Schmerzen auswirken und Krankheitsverläufe sowie unvermeidbare Veränderungen im Leben, wie das Altern und die weibliche Menopause, erleichtern.
Und da unser Körper nicht von unserem Geist zu trennen ist, wirkt sich die Yogapraxis natürlich auch auf unsere seelische Befindlichkeit aus. Wir erkennen die Zusammenhänge des eigenen Körpers, des Geistes und der Atmung, unser Erfahrungsspektrum erweitert sich während des Übens. Körperliche Stabilität und Ruhe spiegeln sich direkt auf mentaler und emotionaler Ebene. Spüre ich meine wachsende Kraft der Muskeln, die sich steigernde Widerstandskraft der Haut und des Gewebes, profitiert mein Selbst- Bewusstsein. Balanciere und richte ich meine Wirbelsäule aus und auf, bin ich auch aufrichtig und klar in meinen Gedanken und somit den Emotionen, den Worten und meinen Handlungen. Die Ausbreitung und das Heben und Öffnen meines Brustkorbs lässt mich nicht nur die Atmung vertiefter einnehmen, sondern erlaubt mir die Aufmerksamkeit, die der Atem als unser Lebenselixier verdient.
Die Verbindung mit dem Atem - ist das Portal ins Hier und Jetzt. Atem findet immer JETZT statt, während unsere Gedanken immerzu mit der Vergangenheit bzw. mit der phantasierten Zukunft verstrickt sind. Halte inne, schaue deiner Atmung zu, bringe ihn in das Licht der Aufmerksamkeit.
Sich den jetzigen Moment zu vergegenwärtigen, Körper, Geist und Atem beständig und ruhig zu halten - dieses ist der Moment der Innenschau. Die Eindrücke von außen, seien es Geräusche, Bilder, Gedanken oder Emotionen als solche zur Kenntnis zu nehmen, aber als nicht dem eigenen Selbst zugehörig zu erkennen, sich nicht zu verstricken.
Sondern konsequent sich die Atmung zu vergegenwärtigen. Sanft, still, sich des Moments, des eigenen Körpers und des Selbst bewusst.

Mit folgender Atembeobachtung und sanfter Atemlenkung kannst du deine Reise in dein Inneres beginnen ...


Anleitung zum Üben Ujjayi Pranayama I - IV hier

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