Yoga in der Schwangerschaft

Ist eine gute Sache für Mutter und Kind und bringt viele körperliche, geistige und emotionale Vorteile. Yoga in der Schwangerschaft hilft in sich hinein zu spüren, zu fühlen was tut mir in dieser besonderen Zeit gut oder weniger gut. Denn genau das ist jetzt besonders wichtig, zu lernen sich selbst etwas zurück zunehmen, was nicht immer wieder leicht fehlt und die Bedürfnisse des Körpers und aus dem Bauch bewusst wahrzunehmen. Unabhängig ob Yogavorkenntnisse oder keine ist Yoga in der Schwangerschaft normalerweise für jede werdende Mutter sinnvoll die Yoga wirklich gerne üben möchte. Ganz klar ist es wichtig, körperlich gesund und fit zu sein und frei von bedenklichen Beschwerden, dann steht einer regelmässigen Yogapraxis und einer guten Schwangerschaft in eben dieser besonders prägenden Zeit nichts entgegen.

Die Schwangerschaft wird in 3 Trimester eingeteilt die unterschiedliche Anforderungen an die YogaPraxis stellen aufgrund der sich ändernden Bedürfnisse und Beschwerden.
Das 1. Trimester - die ersten 3 Monate - in dieser Zeit ist das schwanger sein äusserlich meist noch kaum sichtbar und auch innerlich noch nicht so präsent bis auf möglicherweise morgendliche Übelkeitsgefühle und Stimmungsschwankungen. Das Bewusstsein nicht über die eigenen Grenzen zu gehen, für das Schwanger sein und die Verantwortung für ein zweites Wesen zu übernehmen noch nicht immer präsent sind. Daher sollten Neuanfänger in diesem Trimester noch nicht mit Yoga starten und sich erst mit den neuen Veränderungen einrichten, Ausnahme sind bereits regelmässig über einen längeren Zeitraum Übende. Aber auch hier gilt weniger und bewusster ist mehr. Wichtig ist hier sich an bestimmte Regeln zu halten die lauten: keine Überanstrengung und Anspannung, der Atem soll immer gleichmässig fliessen können während der ganzen Übungszeit, einfache und leichte Haltungen, keine Bauchmuskelübungen, Sitzen nur mit Unterlagerung für mehr Höhe, keine geschlossene Drehhaltungen, Rückenbeugen aus derBauchlage, keine Atemübungen wo der Atem angehalten oder unterbrochen wird.
Das 2. Trimester - die zweiten 3 Monate - ist für die Mehrzahl der Schwangeren die schönste Zeit. Der Zustand der Schwangerschaft wird als leichter empfunden, eventuelle Übelkeit abgeklungen, die Schwangerschaft wird äusserlich sichtbar und innerlich sind die ersten Kindsbewegungen spürbar wie auch das Mutter werden. Durch die Schwangerschaftshormone werden Energien freigesetzt und in der Yogapraxis kann geübt werden was gut tut, denn durch den wachsenden Bauch ergeben sich ganz natürliche Einschränkungen:
Keine Bauchlage und Bauchmuskelübungen
Keine hüpfende Bewegungen und Sprünge
Drehhaltungen nur zur offenen Seite
Das 3. Trimester - die letzten 3 Monate - ist die Zielgerade zur Geburt. Der Bauchumfang wächst stetig und die Bewegungen im Bauch werden aktiver. Rückenschmerzen, Sodbrennen, schwere Beine, Wassereinlagerungen und Kurzatmigkeit nehmen zu, dadurch verändert sich die Yogapraxis erneut. Es können nur noch Asanas geübt werden die dem Bauch absoluten Freiraum geben, sowie Dehnungen und Streckungen im Oberkörper um das vorzeitige auslösen von Wehen zu vermeinden. Auch Umkehrhalten wie Kopfstand, Handstand, Schulterstand etc. sollten nicht mehr geübt werden da der Schwerpunkt des Körpers sich verschoben hat und ein Sturz gefährlich sein kann, meist werden diese Haltungen auch schon im 2. Trimester weniger geübt und oftmals mit Hilfsmitteln. Eine Ausnahme ist Virparitta Karani in sehr seiner sanften Weise die bei Wohlbefinden Erleichterung für schwere müde Beine bringt. Da das Gewebe zunehmend weicher wird um dem Bauch genug Raum zum wachsen zu geben und in Vorbereitung auf die Geburt, sind jetzt Übungen sinnvoll die das sich öffnen des Körpers unterstützen, vor allem Beckenöffnende Asanas im Sitzen immer in leicht erhöhter Postion - Kissen, Decken und die gestützter Körperrückseite an der Wand. Um mentale sich zu entspannen sind sanfte Atemübungen (ohne Luftanhalten) und kurze Meditationsequenzen sinnvoll, diese können auch bequem auf einem Stuhl praktiziert werden. Auch Shavasana ist eine Möglichkeit der Entspannung jedoch nur noch in Seitenlage links und mit einem Polster zwischen den Beinen.
Wann die Yogapraxis und in welchem Umfang geübt werden kann, signalisiert der Körper sehr wohl von alleine. Bei jeglichem Unwohlsein, Beschwerden, Schmerzen etc, sollte das weitere Üben überdacht werden und oder geändert werden, ansonsten kann problemlos bis zur Geburt geübt werden, unter Berücksichtigung der notwendigen Anpassungen der Yogapraxis.
Yoga unter guter Anleitung sowie die Beachtung der eigenen Körperwahrnehmung und des sich selbst ein wenig zurück nehmen, kann Yoga in der Schwangerschaft eine wirkliche Bereicherung sein sich gesund und wohl körperlich wie geistig in dieser wunderschöne Zeit zu bewegen unddie eine Vielzahl typischer Beschwerden in dieser Zeit lindern oder sogar verhindern.

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