SITZEN STRESST DEN SEELENMUSKEL

Wir sitzen und sitzen und sitzen, im Auto, im Büro, am Computer, vor dem Fernseh und nehmen nur dann wahr, das wir steifer und steifer werden, wenn der Körper irgendwann schmerzt. Besonders unsere Hüfte lässt das viele Sitzen unbeweglich werden, unsere Aufrichtung immer weniger aufrecht werden und fördert unser allgemeines Unwohlsein. Besonders unter diesem vielen Sitzen und der wenigen Bewegung leidet unser tiefster Muskel, unser Seelen-Muskel der PSOAS. Er ist der der Speicherort für Anspannung, Verspannung und Stress, kann er doch eine Menge davon speichern, ist er doch zudem auch noch einer unserer grössten Muskeln. Der PSOAS - der Lenden-Darmbein-Muskel - ist der Muskel der unsere Hüfte bewegt, beim gehen, beim laufen, denn er verbindet als einzigster Muskel die Wirbelsäule mit den Beinen. Wird er nicht bewegt, leidet er Wort wörtlich, weil er ganz einfach nicht bewegt, gekräftigt und gedehnt wird. Er kann seine Energie nicht abbauen, steht wegen Bewegungsmangel immer unter Stress, dass führt zu Frust und lässt ihn verkümmern. Ein Muskel ist ein Arbeitstier, er will bewegt, gekräftigt und gedehnt werden. Yoga hilft dem PSOAS wieder auf die Sprünge, bewegt, kräftigt und dehnt ihn in all seinen Facetten. Stress fällt ab, Verspannungen lösen sich, Beweglichkeit, Flexibilität und Dehnungsfähigkeit kehren zurück, ein aufrechtes Gangbild bringt Stabilität, Selbstsicherheit und Freiheit. 

Fazit: Ein kraftvoller PSOAS kann unser Leben erleichtern, Rückenbeschwerden abbauen, eine kraftvolle Körpermitte und einen gesunden Beckenboden unterstützen. Wird er auch noch ausreichend gedehnt, belohnt uns ein entspannter PSOAS mit einen entspannten Geist, weil auch die umliegenden Muskelgruppen, Hüftbeuger, Ober- und Unterschenkelmuskulatur davon profitieren. Was besonders wichtig ist, wenn es bereits im Rücken schon zwickt. 

Aber genauso wichtig für den PSOAS ist Dehnen, auch als Stretchen bekannt. Viele erachten Dehnen für vollkommen überflüssig andere wiederum als absolut notwendig. Tatsache ist, und das lässt sich vielfach nachlesen, gedehnte und geschmeidige Muskeln, Bänder, Sehnen und Fasziengewebe beugen Verletzungen vor, machen jegliche sportliche Aktivität grösser, erweitern den Bewegungsradius besonders den alltäglich notwendigen, bringt mehr Kraft und Stabilität. In einer regelmässigen Yogapraxis werden alle Bereich und Richtungsmöglichkeiten des Körpers bewegt, gekräftigt, tonisiert, mobilisiert und gedehnt, unterstützt von einer bewussten Atmung. 

Man unterscheidet zwischen aktiver und passiver Dehnung. In einer ausgewogenen Yogapraxis wird zunächst aktiv zu Beginn der Praxis als Vorbereitung gedehnt, zur Mobilisierung, zur Anregung der Durchblutung, Kreislauf und Stoffwechsel. Das passive oder statische Dehnen in den unterschiedlichen YogaAsanas nach Vorbereitung, heisst das Asana wird nach der Ausführung eine Weile gehalten, 30 - 60 Sekunden und länger und die Dehnungsarbeit durch die Schwerkraft, durch das bewusste loslassen im Dehnungsbereich getragen von der Atmung, weniger durch den Muskel selbst. Der Bewegungsspielraum des Muskel ist in der passiven Dehnung grösser wie in der aktiven Dehnung. Durch regelmässige Yogapraxis vergrössert sich der Spielraum bei beiden Dehnungsmethoden. 


Übung zur aktiven Dehnung hier         Übung zur passiven Dehnung hier    Übung zur Kräftigung Schulterbrücke hier und Stern hier

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