Mit Yoga dem Winterblues entgegen - VIRABHADRASANA I (Krieger 1)

Intension des Asana: Dieses Asana ist eines von den 3 klassischen Kriegerstellungen (Heldenposen) und zeichnet sich durch Erdung, Kraft und Energie aus, stärkt das Selbstbewusstsein, bringt Klarheit und Konzentration

Wirkung:


- stärkt die Standhaftigkeit, da die Füsse fest auf dem Boden stehen
- leitet die Energie aus der Erde bis hoch in die Fingerspitzen
- dehnt die Flanken und die ganze Körpervorderseite
- bringt Weite in Brust- und Herzraum
- energetisiert die Atmung
- kräftigt die gesamte Arm- und Beinmuskulatur
- Verbessert die Balance


Ausführung:


Hüftweit aufrecht stehen in Tadasana (Berghaltung) für 2 - 3 Atemzüge. Die Hände an die Hüften bringen und mit einer Einatmung den rechten Fuss einen weiten Schritt nach vorne setzen. Den hinteren Fuss um ca. 45 - 60° nach links drehen.


Die rechte Ferse und linkes Fussgewölbe sind auf einer Linie und beide Hüften und Schultern parallel nach vorne ausgerichtet. Das hintere Bein ist gestreckt und die Fußaußenkante geerdet. Die Schultern befinden sich über den Hüften, der Oberkörper ist senkrecht, fällt nicht zum vorderen Bein.


Exkurs: wenn es schwerfällt beide Hüften parallel nach vorne auszurichten, das hintere Bein gestreckt zu halten wie auch die Fußaußenkante, kann das hintere Bein auch leicht gebeugt bleiben oder der hintere Fuss wieder zurückgedreht werden, sodass die Fußspitze nach vorne zeigt - wichtig ist die Erdung des hinteren Fuß, dieser sollte nicht im Fersenbereich oder Fußaußenkante gehoben sein.


Mit einer Einatmung die Arme auf Schulterhöhe und Breite nach vorne bringen. Ausatmend die Füße noch mal bewußt erden und mit der nächsten Einatmung die gestreckten Arme schulterbreit nach oben zur Decke entlang der Ohren strecken. Die Handflächen zeigen zueinander, die Schultern bleiben bewusst unten, weit weg von den Ohren.
Mit einer tiefen Ausatmung das vordere Bein beugen bis das Knie genau über dem Fußgelenk ist, ohne das hintere Bein zu beugen oder die Erdung des Fußes aufzugeben. Auch der Oberkörper bleibt weiterhin aufrecht, Schultern über den Hüften, beide Hüften weiterhin parallel nach vorne ausgerichtet Ausatmend die Füße wieder bewußt erden, den Bauch leicht einziehen und das Steißbein abwärts bewegen, damit das Becken sich aufrichten kann um ein Hohlkreuz zu vermeiden. Dann mit der Einatmung in eine leichte Rückbeuge kommen, die Körpervorderseite vom Schambein aus Richtung Kinn dehnen und den Blick nach oben zur Decke richten.

Die Stabilität in der Haltung kommt über die Kraft durch die Erdung der Füße, so kann die Energie nach oben bis zu den Fingerspitzen aufsteigen, es entsteht Länge im Rumpf, Weite und Breite in Flanken und Brustraum, der Atem wird energievoll. Ca. 30 - 60 Sekunden in der Endhaltung bleiben und den Atem durch die Nase ein- und ausströmen lassen. Immer wieder sich der Erdung der Füße und der Öffnung des Rumpfes bewußt werden.


Zum Beenden des Asanas die Arme mit einer Ausatmung über vorne zu den Hüften bringen, den Blick dabei langsam Richtung Boden bringen, 1-2 Atemzügen hier bleiben, dann mit einer Ausatmung den vorderen Fuß zum hinteren Fuß schliessen zu Tadanasa und die Arme wieder entlang des Körpers strecken und die zweite Seite üben.

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