DIE SCHULTER

Das Gelenk der Schulter ist auf maximale Bewegung ausgelegt wie kaum ein anderes Gelenk in unserem Körper. Es gewährt dem Arm fast uneingeschränkten Spielraum in alle Richtungen. Das Schultergelenk wird fast ausschließlich durch Muskeln stabilisiert wodurch eine Anfälligkeit für zahlreiche Beschwerden gegeben ist. Besonders einseitige Bewegungen und Fehlhaltungen bringen die Schulter schnell in eine ungesunde Position und bei Stürzen schnell zu Brüchen und Verrenkungen da sie ungeschützt an der Körperaußenseite liegt. Da die Schulter losgelöst vom restlichen Skelett alleine arbeitet ist es wichtig das die Schultermuskulatur gesund, kräftig und geschmeidig bleibt um die volle Range der Beweglichkeit bis ins hohe Alter beizubehalten.

Es ist uns gar nicht so exakt bewußt wieviel Freiraum uns das Schultergelenk gewährt. Wir erreichen mit den Fingern fast jeden Punkt auf dem Rücken, können über Kopf greifen oder mit den Armen so weit ausholen um etwas ganz weit zu werfen oder einen Schläger kraftvoll zu bewegen (z.B. Tennis, Golf, Volleyball etc.) Verantwortlich für diesen Freiraum bringt die Leichtbauweise der Schulter, da der Gelenkkopf am Oberarmknochen sich nur in einer kleinen Mulde seitlich am Schulterblatt bewegt, wo wenig Halt vorhanden ist.

Das Schulterblatt, ein grosser flächiger und breiter Knochen der die Pfanne trägt, hat keinen Kontakt zur Wirbelsäule. Es befindet sich am hinteren oberen Teil der Rippenböden und liegt nur lose auf, getrennt durch eine Schicht aus Muskulatur und lockerem Bindegewebe, auf welcher das Schulterblatt mit seiner muskelbesetzten Innenseite seiner leicht gewölbten Dreiecksform über die Rückseite des Brustkorbs gleitet sobald sich der Arm bewegt und sich auch drehen kann um die Stellung die Gelenkpfanne auf den Bewegungsablauf des Armes einzustellen. Eine Verbindung durch feste und straffe Bänder gibt es nicht.

Zur Schulter gehören noch das Schulterdach, das Schultereckgelenk, das Schlüsselbein, der Schultergürtel. Das ganze Konstrukt wird ausschliesslich von Muskeln und Sehen zusammengehalten. Die Stabilitätssicherung der Schulter kommt dabei vor allem von vier Muskel, für das Abspreizen und Heranziehen des Arm und seiner Drehung nach innen und aussen. Besonders tragend ist die Supraspinatussehne welche in einem kleinen Raum zwischen Oberarmkopf und Schulterdach verläuft, auf einen Schleimbeutel gepufftert zur Vermeidung von Reibung und als Verschiebeschicht. Eine weitere wichtige muskuläre Aufgabe hat die Rotatorenmanschette die wie der Name schon sagt, für die Drehung und Abspreizen des Armes zuständig ist und auch für die Stabilität wie auch noch eine Vielzahl anderer Muskel und Sehnen.

Somit ist ganz offenkundig das eine gesunde Schulter direkt vom Zustand der sie umgebenden Muskulatur und Sehnen abhängig ist. Je kräftiger und ausgeglichener diese ist umso weniger Beschwerden treten auf. Daher ist ein ausgewogenes regelmässiges Training mehr als sinnvoll für eine flexible und bewegliche Schulter bis ins hohe Alter und eine einseitige Belastung so gut wie möglich vermieden werden sollte um eine Erkrankung / Einschränkung der Schulter wie z.B. - Impingement Syndrom, Kalkschuler, Frozen Shoulder, Arthrose, .....präventiv zu vermeiden.

Was tut der Schulter denn dann gut?

Bewegung, Muskelaufbau, Beweglichkeit und Flexibilität durch ein moderates, gleichmässige Bewegung wie z.B. sanfte Gymnastikformen, Walking aus Nordic, Joggen, Tai Chi und YOGA.

Bei bereits vorhanden Beschwerden helfen Phyisiotherapeutische Übungen, sanfte Wassergymnastik, Bewegung mit wenig Belastung um das Gelenk wieder zu kräftigen und zu mobilisieren, vorausgesetzt das keine akute Entzündung mehr gegeben ist.

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